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Röbersdorf

Gotteshäuser

Zugehörigkeit

Heute gehört Röbersdorf zur Pfarrei Sassanfahrt. In den vergangenen Jahrhunderten allerdings pfarrte Röbersdorf immer wieder nach Schlüsselau. Diese beiden Orte waren über lange Zeit hinweg nicht nur kirchlich, sondern vor allem geistig eng verbunden. Zunächst war Röbersdorf eine eigene Pfarrei, in den politischen und konfessionellen Wirren des 16. Jahrhunderts änderte sich dies jedoch. Die Ortschaft Röbersdorf und ihre Kirche sind in der gesamten Existenz des Klosters im benachbarten Schlüsselau eng miteinander verwoben. Nach der Auflösung des Klosters Schlüsselau im Jahr 1554 änderte sich für die Pfarrei Röbersdorf die Zugehörigkeit. Nicht mehr dem Konvent, sondern dem Bambergischen Klosteramt Schlüsselau unterstand Röbersdorf fürderhin.

Kirche St. Vitus

Die Wurzeln der Kirche St. Vitus gehen wohl ins hohe Mittelalter zurück. Vermutlich im 12. Jahrhundert wurde in Röbersdorf eine erste, vermutlich noch recht bescheidene Kirche errichtet. Ende des 15. Jahrhunderts scheint aus Platzgründen eine Erweiterung erforderlich gewesen zu sein. Ein weiterer Umbau im Jahre 1733 zeigt im Wesentlichen die barocke St. Vituskirche, die bis in die siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts Bestand haben sollte. Als aber die Bevölkerungszahl von Röbersdorf in den Jahren nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges stetig wuchs, erwies sich die Vituskirche zunehmend als zu klein. 1972 konnte mit den Arbeiten an der neuen Kirche begonnen werden. Das alte Kirchenschiff wurde abgebrochen und im Frühjahr 1973 wuchs das neue Kirchenschiff empor. Die feierliche Weihe erfolgte am Fest des heiligen Vitus, am 15. Juni 1975 durch Erzbischof Dr. Dr. Josef Schneider.

So spiegelt der heutige Kirchenbau die wechselvolle Geschichte der Gemeinde auch in seiner Architektur wieder. Mittelalter, Barock und Moderne vereinigen sich in der St. Vituskirche zu einem stimmungsvollen Kirchenbau.