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2. Adventsfenster

Barbaratag
Datum:
Veröffentlicht: 5.12.21
Von:
Carina Lembach
Heute seht ihr im Adventsfenster die Bilder von Heiligen, deren Namenstage wir im Dezember feiern. Gerne stellen wir sie euch vor und erzählen euch etwas von ihrem Leben. Auch ein Rätsel könnt Ihr hier als Bild downloaden und ausdrucken.
Rätsel 2. Adventsfenster

Zuerst seht ihr das Bild der Heiligen Barbara. Man vermutet, dass sie ca 300 Jahre nach Christus gelebt hat. Ihre Mutter war früh gestorben und sie lebte zusammen mit ihrem Vater, der sie sehr sorgfältig erziehen ließ. Er hoffte, sie würde später einen vornehmen Mann heiraten. Wenn er verreiste, sperrte er sie jedes Mal in einen Turm, um sie vor fremden Leuten zu schützen. Nur die Dienerinnen und ihr Lehrer durften zu Barbara. Dieser erzählte ihr von Jesus. Auf Barbaras Wunsch ließ der Vater in ihrem Turm ein Bad bauen. Sie bat den Maurer drei Fenster in die Mauer zu schlagen. In den feuchten Putz ritzte sie ein Kreuz. Da stellte ihr Vater sie zur Rede. Sie sprach:“ Ich glaube an Christus, den Erlöser. Die drei Fenster sind ein Symbol für den dreifaltigen Gott und das mir von ihm geschenkte Licht.“ Der Vater hasste alle Christen und wurde sehr zornig: „ Ich befehle dir dem neuen Glauben abzuschwören und wieder an unsere alten Götter zu glauben.“ Doch Barbara weigerte sich und floh vor ihrem Vater. Sie wollte Christin sein. Schließlich wurde sie zum Tode verurteilt. Auf dem Weg ins Gefängnis verfing sich ein trockener Zweig in ihrem Kleid. Sie stellte diesen in ein Gefäß mit Wasser und am Tag ihrer Hinrichtung blühte er. Den Namenstag der Heiligen Barbara feiern wir am 4.Dezember. An diesem Tag stellen Leute Kirschbaumzweige ins Wasser – den Barbarazweig – und mit Glück fangen diese an Weihnachten zu blühen an.

Als zweites seht ihr den Heiligen Nikolaus. Er wuchs als Sohn reicher Eltern auf. Diese liebten ihn sehr, sie erzähltem ihm Geschichten aus der Bibel und schickten ihn zur Schule. Dort entschied er sich Priester zu werden. Leider starben seine Eltern früh und hinterließen ihm ihr ganzes Vermögen. In den warmen Sommermonaten spazierte Nikolaus gerne durch die Straßen seiner Stadt. Dabei hörte er manchmal fröhliche, manchmal traurige, manchmal laute und manchmal besorgte Stimmen. Einmal hörte er hinter einer Mauer eine tiefe Männerstimme, die sprach zu seinen Töchtern:“ Ich bin arm und schaffe es nicht genug Geld für uns alle zu verdienen. Wir brauchen aber dringend Geld, um Essen zu kaufen und um das Haus reparieren zu können. Deshalb bleibt mir nur ein Ausweg. Morgen werdet ihr zu euren neuen Dienstherren gehen und für sie arbeiten.“ Daraufhin fingen die Töchter des Mannes bitterlich zu weinen an. Das stimmte Nikolaus sehr nachdenklich. Wie kann er helfen? In der nächsten Nacht, als alle schliefen, schlich er sich leise zu dem Haus. Er trug ein Säckchen, das mit Goldstücken gefüllt war, bei sich. Vorsichtig warf er das Goldsäckchen durch ein offenes Fenster in das Haus und verschwand schnell wieder in der Dunkelheit. So konnten die Mädchen bei ihrem Vater bleiben und sie hatten alle genügend Geld zum Leben. Ein paar Jahre später unternahm Nikolaus eine Reise um auch andere Städte kennenzulernen. So besuchte er auch eines Morgens eine Kirche in der Stadt Myra um dort zu beten. Da stellte sich ihm plötzlich ein alter Mann in den Weg und sagte:“ Das ist er! Das ist unser neuer Bischof!“ Nikolaus war verwirrt, er sagte: “Ich bin kein Bischof!“ Doch der Mann fuhr fort:“ Unser alter Bischof ist vor kurzer Zeit gestorben. Nun brauchen wir einen neuen Bischof, der sich um uns sorgt. In der vergangenen Nacht haben wir gebetet, dass Gott uns zeigen möge, wer unser Bischof werden soll.“ Die Augen des alten Mannes glänzten. “Wir meinten, dass Gott uns sicher einen guten und frommen Menschen schicken wird. Und du bist schon so früh in die Kirche! Wer seinen Tag im Gebet unter den Schutz Gottes stellt, der ist sicher ein guter Bischof für uns!“ Kurze Zeit darauf wurde Nikolaus zum Bischof von Myra geweiht. Die Menschen in Myra liebten ihren frohen und freundlichen Bischof und wussten, dass sie mit ihren Sorgen und Nöten bei ihm immer ein offenes Ohr und Hilfe fanden. Den Namenstag des Heiligen Nikolaus feiern wir am 6. Dezember. Oft bringt er Kindern kleine Gaben und wir erinnern uns an seine guten Taten.

Auf dem dritten Bild seht ihr die Heilige Lucia. Sie wurde als Kind einer vornehmen und reichen Familie geboren. Zu dieser Zeit hielten sich viele Christen versteckt, weil sie wegen ihrem Glauben verfolgt wurden. Auch Lucia erzählte niemandem – nicht mal ihren Eltern – dass sie zum Christentum übergetreten war. Als ihr Vater starb sollte Lucia verheiratet werden. so lange wie möglich zögerte sie die Verlobungsfeier hinaus und flehte Gott an, ihr die Ehe mit einem Heiden zu ersparen. Mit ihrem Vermögen gründete Lucia eine Armen- und Krankenstation um den Bedürftigen zu helfen. Auch den Christen, die sich in den Katakomben der Stadt versteckt hatten, brachte sie Lebensmittel. Damit sie die Hände frei zum Tragen hatte, setzte sie sich einen Kranz mit Lichtern auf den Kopf. Als ihr zukünftiger Mann davon erfuhr, verriet er Lucia und sie wurde hingerichtet.

Den Namenstag der Heiligen Lucia feiern wir am 13. Dezember. Ihr Name kommt vom lateinischen Wort Lux, das bedeutet Licht. In manchen Ländern setzten sich Mädchen zum Gedenken an Lucia an diesem Tag einen Kranz mit Kerzen auf den Kopf.

 

2. Adventsfenster 2021
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