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Weihe des neuen Kirchturmkreuzes und der Zeitkapsel

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Datum:
Veröffentlicht: 8.10.26
Von:
Angelika Saffer

Feierliches Patrozinium mit Prozession und Weihe des neuen Kirchturmkreuzes

Sassanfahrt. Mit einem festlichen Gottesdienst hat die Pfarrei St. Mauritius und Gefährten in Sassanfahrt ihr diesjähriges Patrozinium gefeiert. Im Mittelpunkt stand dabei der Pfarrpatron St. Mauritius, dessen Gedenktag traditionell Anlass ist, die Gemeinschaft der Pfarrei zusammenzuführen und den Schutzheiligen in besonderer Weise zu ehren.

Der festliche Gottesdienst wurde von Pfarrer Norbert Sauer zelebriert. In seiner Predigt wurde nicht nur das Leben und Wirken des heiligen Mauritius in den Mittelpunkt gestellt, sondern auch die besondere Situation der Pfarrkirche, die derzeit umfassend saniert wird.

Sanierung der Pfarrkirche schreitet planmäßig voran

Die Sanierung der Außenfassade und weiterer Bereiche der Pfarrkirche gehört mit  Gesamtkosten von rund 633.000 Euro zu den größten Sanierungsvorhaben in der jüngeren Geschichte der Pfarrei.

Umso erfreulicher ist es, dass die Arbeiten bislang planmäßig und Gott sei Dank unfallfrei verlaufen. Viele Gewerke sind bereits ausgeführt, beziehungsweise befinden sich in der Umsetzung. Die Sanierungsarbeiten machen deutlich, wie viel Einsatz, Planung und Engagement erforderlich sind, um ein solches Kirchengebäude für die kommenden Generationen zu erhalten.

Im Zuge der Arbeiten zeigte sich allerdings auch, dass das bisherige Turmkreuz stark beschädigt war und ersetzt werden musste. Ein neues Kreuz wurde deshalb nach historischem Vorbild angefertigt. Es entspricht in seiner Gestaltung und seinem Erscheinungsbild weitgehend dem bisherigen Kreuz und fügt sich damit harmonisch in das vertraute Bild der Kirche ein.

Ein besonderer Moment über den Dächern von Sassanfahrt

Nach dem festlichen Gottesdienst, dem die Prozession mit den Schutzheiligen durch das Dorf vorausging, wurde das neue Turmkreuz, das zu diesem Zeitpunkt bereits an der Spitze des Kirchturms angebracht war, von Pfarrer Norbert Sauer in luftiger Höhe geweiht. Für die Gläubigen war dies ein ganz besonderer und sicherlich ergreifender Moment. Während Pfarrer Sauer hoch oben am Kirchturm das neue Kreuz weihte, konnten die Gläubigen der Kirchengemeinde das Geschehen von unten aus unmittelbar mitverfolgen. Über Lautsprecher wurde die Weihe für die Anwesenden übertragen und von der Bläsergruppe unter der Leitung von Herrn Lederer musikalisch begleitet. Die beeindruckenden Bilder von der Weihe des Kreuzes hoch oben am Kirchturm werden diesen besonderen und einmaligen Augenblick noch lange in Erinnerung halten.

Das neue Kirchturmkreuz ist ein weithin sichtbares Zeichen für den christlichen Glauben der Menschen vor Ort und lädt sie ein, miteinander ihren Glauben in der Kirche zu feiern und ihn im Alltag zu leben.

Zeitkapsel mit Zeugnissen der Gegenwart

Das Kirchturmkreuz wird unten von der Kirchturmkugel umfasst, die ein Zeichen für die Erde ist und für die Menschen, die auf ihr leben. In die Kirchturmkugel hinein wurde eine Zeitkapsel aus Kupferblech gelegt. Diese enthält für kommende Generationen Zeugnisse der Gegenwart

aus dem Bereich der Kirchengemeinde Sankt Mauritius und der Marktgemeinde Hirschaid, u. a. eine Dokumentation über die Pfarrei, die Kirche und das Gemeindeleben im Jahre 2026, einen aktuellen Pfarrbrief, ein Mitteilungsblatt des Marktes Hirschaid, Grußschreiben an die Menschen der Zukunft, die heute noch gar nicht geboren sind, eine kunsthistorische Wertung der Kirche Sankt Mauritius und Gefährten, Bilder von der Kirche vor, während und nach der Sanierung, Gedanken und Wünsche des die Bauarbeiten begleitenden Architekten und von

Gemeindemitgliedern und schließlich Eurogeldmünzen und Eurogeldscheine als gegenwärtige Währung. Wann diese Zeitkapsel einmal geöffnet werden wird, weiß gegenwärtig niemand. Doch die Menschen nach uns sollen einmal wissen, was die Menschen im Jahre 2026 bewegte und welche Gedanken und Wünsche sie ihnen mitgaben.

Gemeinsam für den Erhalt der Pfarrkirche

Die Sanierung der Pfarrkirche ist ein großes Vorhaben, das nur mit der Unterstützung vieler Menschen verwirklicht werden kann. Neben kirchlichen und öffentlichen Förderungen ist die Pfarrei weiterhin auf Spenden angewiesen. Die Sanierungsmaßnahme ist derzeit noch nicht vollständig finanziert.

Die Kirchengemeinde freut sich daher über jede weitere Unterstützung. Jeder Beitrag hilft dabei, die verbleibenden Kosten zu tragen und das große Bauvorhaben möglichst bald vollständig zu finanzieren.

Die Pfarrgemeinde dankt allen, die die Sanierung bisher ideell, tatkräftig und finanziell unterstützt haben.

Das Patrozinium 2026 hat auf besondere Weise gezeigt, worum es bei der Sanierung letztlich geht: Ein Stück Geschichte und einen Ort des Glaubens für die Menschen zu bewahren, der seit Generationen zum Leben von Sassanfahrt gehört. Mit dem neuen Kreuz auf der Kirchturmspitze ist dafür ein weithin sichtbares Zeichen entstanden.

( Angelika Saffer, Verwaltungsleiterin des SSB Geisberg-Regnitztal )

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